24
Apr
2008

Web 2.0 Keynote

Oh mein Gott. Tim O'Reilly sieht aus, als wäre aus einem Strassengraben gestiegen. 110% San Francisco Style!

Aber was für ein Auftritt.

Deep Trends behind Web 2.0
- the internet as a plattform
- harnessing collective intelligence
- data as the "Intel inside"
- software above the level of a single device
- software as a service


Also zwei wichtige Aussagen. Eine Web 2.0 Applikation wird immer wertvoller, je mehr User Daten hinein stellen, weil sich dadurch der Wert für jeden einzelnen User erhöht. Das heisst nicht nebeneinander, sondern miteinander / voneinander.

Und natürlich. Der PC wird nicht das massgebliches Device sein, um das Web zu nutzen. Auch nicht das iPhone. Vielmehr wird alles Daten sammeln, und aus der Cloude Daten bekommen. Initativen wie die von TomTom, welche Handy-Bewegungsdaten nutzen, um auf Staus zurück zu schliessen sind hier ein kleiner Ausblick was möglich wird.

Der Rest der 2 Stunden war wechselhaft. Mit vielen Werbeunterbrechungen durch Microsoft, AOL, Tellme, ...

Wobei Microsoft mit einer stilsicher hässlichen Powerpoint Präsentation (Schrift mit schlechtem Kontrast, ohne Kantenglättung dafür mit perspektivischer Verzerrung und Schattenwurf!!!) den Vogel abgeschossen hat. Gefolgt von einem Marketingvideo, dass irgendeine Vision von Mesh visualisieren sollte. Man konnte Mitleid bekommen. Vor allem da das Ding nach 2! Jahren Entwicklungsarbeit derzeit nicht mehr als ein zentraler Data-Store mit REST API ist.... Sie hätten lieber noch ein paar Monate weiter arbeiten sollen, um was herzeigbares zu bekommen. Netzwertig hat einen ausführlichen Bericht (via flog) darüber verfasst, was man durchmacht, wenn man sich für Mesh anmelden will. Naja, vielleicht schalten sie mich ja doch noch frei.

Am Ende doch ein interessanter Tag. Und jetzt geht's zum Lobster Essen. Dieter hat schon ganz hungrig angerufen :)

Web 2.0 Expo - Day 2

Das Programm war heute ziemlich dicht - so dicht, dass ich mir eine verlöngerte Mittagspause samt Shopping gegönt habe. Hier rennen einfach zu viele Menschen rum. Also ich hab' noch immer kein iPhone (zu klobig, und in einem Monat soll was netteres raus kommen) dafür Centrum und 3 T-Shirts (war zu faul zum Waschen vor meinem Abflug)

Also der Tag begann mit einer Session zum Thema "Successful Communities". Gemeint waren Communities rund um Corporations. Drei Community Manager (Intel, Jive, Forrester) plauderten übere ihre Erfahrungen. War etwas lau und seicht, aber doch nicht komplett für die Fisch. Die Kernaussage war: Mach nicht EINE Community-Applikation, sondern eine Kombination aus eigenen Community-Erweiterungen (Blogs, Foren, Feedback-Channels, RSS, ... ) für die Company Website, als auch das hinausreichen und vernetzen mit bestehenden Plattformen wie Facebook, Twitter, MySpace & Co. Es war aber auch klar ersichtlich, dass derzeit die Community-Manager ein einsammes Leben innerhalb ihrer Organisationen führen, und meist noch der Schritt fehlt die Paradigmen des Web 2.0 auch in die Organisation zu tragen.

Die zweite Session war eine sponsored Session von Awareness. Mit ein paar interessanten Pointern auf die Probleme der Applikationslandschaft von Enterprises. Im Wesentlichen konzentriert sich derzeit alles auf E-Mails, welche jedoch ihre bekannten Probleme aufweisen. z.B. verschwinden diese einfach, wenn die Person verschwindet (kündigt, geht, etc...) Leider fehlten die Antwort auf die Frage "What do you need to consider in order to bring “Web 2.0 technology” and more importantly “Web 2.0 thinking” into your Enterprise?"...

Nachmittag

Oracle sprach in seiner sponsored Session über "Enterprise Mashups"... hab vergessen um was es ging -> was nicht gerade ein Lob für den Vortrag ist.

Dafür folgte dem ein Highlight. Hi5 berichtete in der kurzen Session sehr ausführlich über ihre Erfahrungen mit der Implementierung des OpenSocial Conatainers. Im Wesentlichen gingen sie wie folgt vor:

1. Etablieren einer REST-API (mit Hilfe von http://enunciate.codehouse.org/)
2. Implentieren des Containers (mit Hilfe von Shindig)
3. 3 Monate Vorbereiten der Infrastruktur, um auf den Ansturm vorbereitet zu sein
4. Support, Support!! für die Developer Community (vor allem via 24h IRC!)

Shinding durfte viel von den Hi5 Erfahrungen profitieren, und nach ihren Aussagen, sollte es mit vertretbaren Aufwand möglich sein Shinding zu implementieren (sofern man eine REST API hat)

Und noch eine wichtige Aussage - OpenSocial will auch eine REST API definieren, und Hi5 wird diese in weiterer Folge nach Möglichkeit unterstützen. Hier scheint sich eine vitale Diskussion im Silicon Valley rund um OpenSocial etabliert zu haben. Leider unter Ausschluss der Öffentlichkeit.
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